„All I want to do, is be more like me and be less like you…“

In dieser Textzeile steckt so viel Wahrheit!

Als Künstler möchte man immer seinen Stil finden und der Welt damit zeigen, wer man ist.

Am Anfang meiner Fotografie-Selbstständigkeit (und das ist ja gar nicht so lange her) war es so, dass ich viel nach anderen Fotografen geschaut habe und ehrlich gesagt, beeindruckt es mich manchmal immer noch, wenn ich sehe, was andere auf die Beine stellen oder wie erfolgreich sie sind.

Das Problem daran ist, dass man sich dadurch ziemlich „klein“ macht bzw. unter Druck gerät, es den Leuten gleich zu tun.

Dadurch verlässt man seinen eigenen Pfad und schaut nicht mehr darauf, was das eigene Herz sagt.

Das hat zur Folge, dass man vergisst, was man will oder gar nicht dazu kommt heraus zu finden was man will.

So gings mir oft.

Aber irgendwann habe ich beschlossen die Augen zu schließen und auf mich selbst zu hören.

Was bewegt mich? Was fühle ich? Was möchte ich mit meiner Fotografie erreichen und ausdrücken?

In diesem Moment, als ich begriff, was ich mach sollte, ging es mir besser.

Der Druck war weg.

Natürlich hat man als Selbstständige immer einen gewissen Druck aber ich habe ihn immer mehr im Griff.

Es geht nicht mehr darum, zu überlegen, was man machen möchte, sondern die Ungewissheit, ob man genug verdient um zu leben.

Aber das ist ein anderes Thema.

Fotografieren ist so viel mehr als auf den Auslöser zu drücken.

Für mich ist es die Kunst, den Menschen so darzustellen wie er wirklich ist. Emotionen zu transportieren und den Betrachter zu berühren.

Diesem Ziel folge ich. Es steckt so viel von mir in den Fotos , deshalb kann ich mich, um wieder auf meinen Ursprungstext zurück zu kommen,

nicht mit anderen vergleichen.

Ich bin ich!

Ich sehe die Welt durch meine Augen und kann nur so fotografieren, wie ich die Dinge sehe.

Das ist meine Erkenntnis, die mich wirklich vorangebracht hat.

Selbstständigkeit hat auch sehr viel damit zu tun, sich mit sich selbst auseinander zu setzen.

Das ist oft schwierig und anstrengend aber am Ende wunderbar befreiend!

Deshalb meinen Rat an alle, die am Anfang einer Fotografie Karriere stehen. Hört auf euch und setzt eure Ideen so um, wie ihr es denkt.

Es gibt kein Rezept, keine Anleitung für gute Fotos.Ihr könnt tausend Mal probieren, die Fotos so aussehen zu lassen wie die Fotos vom Fotograf XY.

Sie werden nicht so aussehen, weil IHR sie gemacht habt.

Wenn ihr euer Herz zu 100% öffnet und so fotografiert, wie ihr die Dinge seht, dann habt ihr euren Style gefunden.

xx Eure Bea xx