Vor meinem Urlaub habe ich überlegt – um die Reichweite in Facebook und Instagram nicht zu verlieren – Posts für zwei Wochen zu planen.

Ich plane oft Posts für ca. 3 – 4 Tage. Das ist ein tolles Tool, damit die Beiträge online gehen, obwohl man nicht vor dem Rechner sitzt. 😉

Aber wisst ihr was? Mir ist kein einziger Post eingefallen.

Mir ist nichts eingefallen, was ich euch erzählen könnte, außer das ich den Urlaub dringend nötig habe, um meine Batterien aufzuladen.

Das hat mich sehr unruhig gemacht. Noch schlimmer, es hat mich tagelang beschäftigt.

Ich habe hin und her überlegt, aber mir ist nichts Gutes eingefallen.

Es war noch so viel zu erledigen. Bearbeitungen fertig machen, einige Shootings standen an, auf einer Messe ausstellen, Buchhaltung erledigen…

Und natürlich Koffer packen für den Urlaub… Nicht ganz unwichtig! 😉

Irgendwann kam der Punkt, an dem ich gedacht habe…

„Bist du eigentlich bekloppt?“

Ich musste meine Frage an mich selbst voll und ganz mit einem JA beantworten.

Wie zur Hölle kann es sein, dass Social Media mich so im Griff hat?

Das man unruhig ist und Angst hat, seine Reichweite zu verlieren.

So weit ist es schon gekommen.

Wisst ihr was? Ich habe dann beschlossen, dass es mir egal ist.

Ich habe mir überlegt, diese Art des Marketings einfach nicht mehr in der Fülle mitzumachen.

Jeder Experte rät dir, um dein Business schnell und effektiv nach vorne zu bringen, mindestens 3 mal am Tag etwas in Social Media zu posten.

Ich habe seit einiger Zeit überlegt, wie ich es schaffen kann, dreimal am Tag zu posten.

„Leider“ muss ich aber sagen, dass mir das zu viel ist.

Mir ist bei dem Ganzen „du musst“ und „das wäre gut“ der Spaß an Social Media vergangen.

Ich will euch nicht „zu spamen“ mit Beiträgen, die nicht von Herzen kommen, nur weil dann meine Reichweite höher ist und ich dadurch mehr Geld verdiene.

Das bin ich nicht. Das ist nicht meine Weltanschauung.

Ich fotografiere weil ich Menschen berühren möchte. Ich fotografiere weil ich bleibende Erinnerungen schaffen möchte.

Natürlich fotografiere ich auch um Geld zu verdienen und ich mache Werbung, präsentiere mich und mag Social Media sehr gerne.

Aber nicht zu jedem Preis.

Im Urlaub hatte ich dann kaum Internet und mir ging es gut.

Die Ideen sind gesprudelt, die Gedanken sind geflossen und ich habe meine Kamera gerade mal zweimal in der Hand gehabt.

Das war auch mal gut! 🙂

Es war super, offline zu sein. Denn Offline ist das wahre Leben.

Ich stehe auf Natürlichkeit. Ich mag es, mich in der Natur zu bewegen, die Welt zu sehen.

Ich bin gerne online. Versteht mich nicht falsch.

Gerne zeige ich meine Fotos und zeige euch wie ich arbeite und was ich in meiner Freizeit mache, aber das wahre Leben findet offline statt.

Meine Kunden finden mich auch, wenn ich nur einmal am Tag poste oder mal eben zwei Tage nichts von mir hören lasse.

Deshalb habe ich beschlossen, mich nicht mehr verrückt zu machen.

Die Experten reden zu lassen und immer zu schauen, was mir gut tut und hinter was ich stehe.

Es nützt nichts, wenn ich Meinungen anderer übernehme, nur damit mein Business angeblich schneller läuft.

Ich bin selbstständig. Mein eigener Boss. Ich muss keinen Richtlinien folgen.

Ich mache meine eigenen.

Um für mich und meine Arbeit die Verantwortung zu übernehmen, muss ich Dinge überdenken, verwerfen, mich reflektieren.

Nur dann entsteht meine Kreativität. Nur dann ist alles was ich euch zeige zu 100% Bea.

Das ist mir klar geworden.

Offline, am Strand, im Niemandsland.